Energiiiiiie! Ronen-Suppe zum Liebhaben.

In der Steiermark gibt es die „rote Suppe“ traditionellerweise am Karfreitag. Und zwar gemacht mit der Selchsuppe, die aus dem Kochen des Weihfleisches, dem G’selchten, hervorgeht.

Meine Oma war zwar nicht besonders katholisch, aber manche Bräuche sind ja durchaus sinnvoll, vor allem, wenn sie so gut schmecken. Ich mache die Suppe aus normaler Gemüsebrühe, sie schmeckt genauso gut.

Und ich schwöre, sie ist das perfekte Seelenfutter! Vielleicht kommt bei mir die sentimentale Komponente noch dazu, aber sie sättigt tatsächlich durch die Bohnen und wärmt ungemein von innen und gibt Kraft. Allein die Farbe und der Duft der Suppe fegt jede aufkeimende Herbstdepression weg wie nix!

Ronen, eigentlich Rote Rüben, färben nicht nur zuverlässig alles (!) rot. Sie sind wahnsinnig gesund, strotzen nur so von Mineralstoffen und gehören unbedingt in die Beetplanung eines Permakulturgartens! Ihre jungen Blätter lassen sich vor allem im Sommer mitverwerten, im Herbst konzentrieren wir uns auf die süße Knolle. Damit wir hier nicht zu viel klugscheißen, kommt jetzt auch schon das Rezept, das für zwei Personen reicht. Bitte nach Gefühl kochen, die Suppe sollte eintopfähnliche Kosistenz haben, also nicht zu viel Flüssigkeit nehmen.

  • 1 Glas gekochte weiße kleine Bohnen (Trockenbohnen über Nacht einweichen und kochen, super eignen sich beige Buschbohnen)
  • 1 große Rote Rübe
  • 1 kleine Zwiebel oder Schalotten
  • 2-3 EL Sauerrahm
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • Gemüsebrühe oder Selchsuppe

Ihr habt keine Lorbeerblätter daheim? Dann fangt mit dieser Suppe gleich gar nicht an, das Aroma muss unbedingt rein!

Also: Ronen schälen und grob reiben. Zwiebeln fein schneiden und in einem Topf in wenig Öl kurz anschwitzen. Ronen dazugeben und mit Gemüsebrühe aufgießen, dass das Gemüse gut bedeckt ist und Lorbeerblätter dazugeben. Weich köcheln lassen, das dauert ca. 15-20 Minuten, einfach kosten. Bohnen hinzufügen, Sauerrahm einrühren und bei Bedarf bis zur gewünschten „Dichte“ mit Brühe auffüllen. Noch einmal aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblätter rausfischen und mmmmmmmmh!

Schmeckt übrigens aufgewärmt fast noch besser und lässt sich sicher auch tierfrei ohne Sauerrahm zubereiten, schmeckt dann halt anders.